Aufräumen, diesmal gründlich

Unter der Überschrift „Aufräumen“ gab es vor über 3 Jahren schon mal einen Eintrag. Damals hatte ich angefangen Kleidungsstücke in Unterbettkommoden zu verstauen. Ziel war dass die regelmäßig genutzten Sachen auf jeweils einem Bügel im Schrank hängen, übersichtlich und nicht gequetscht. Das hat damals auch ganz gut funktioniert.

Mittlerweile ist die Zeit für mein schönes Hobby immer weniger geworden, man sieht es auch an meinem Blog, der letzte Eintrag ist fast 1 Jahr alt. Die letzte Fotoserie stammt vom April, danach kam nur noch das jährliche Kitteltreffen. Aber vorgestern habe ich mich endlich aufgerafft und angefangen aufzuräumen, bzw. erstmal zu sortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Röcke, Blusen, Kittel, Hosen, Shirts, Pullover und Strickjacken.

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Dabei habe ich dann einfach mal gezählt, was sicher eine gute Idee war, denn nun weiß ich dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Dass etwas passieren muss weiß ich schon länger, denn wenn ich einen Abend als Manuela plane und mir in Gedanken ein paar Kleidungsstücke ausgesucht habe, kommt direkt das Problem dass ich nichts wiederfinde. Aber seit vorgestern, seit ich die Zahlen kenne, weiß ich dass es nicht mit 2 bis 3 Unterbettkommoden getan ist.

Die erste Zählung betraf die Röcke, einfarbig oder gemustert, Seide oder Leder, kurz oder lang, zusammen ungefähr 150. Als ich meiner Partnerin davon erzählt habe, sagte sie spontan dass es doch mindestens genauso viele Blusen gibt. Ich dachte erst dass es viel weniger sind. Die Zählung ergab 133, aber nur solche die auf Bügeln hängen. Schlupfblusen und Tuniken liegen in einer Unterbettkommode, also sind es zusammen garantiert mehr als 150. Davon allein 30 weiße Blusen. Dann die Kittel, Nylon, Perlon und Dederon, zusammen 171. Plus ca. 15 bis 20 Herren-Nylonkittel, die gehören zwar nicht Manuela, sind aber Teil des Fetisch. Schuhe habe ich nicht gezählt, aber das sind weniger als 20. Schuhe sind nicht mein Fetisch. Hosen, vielleicht 10 bis 20. Pullover und Strickjacken auch 10 bis 20.

Damit ist dann wohl endgültig klar das etwas passieren muss. Kein Mensch braucht so viele Sachen, selbst wenn ich jeden Tag als Frau ins Büro gehen würde und abends allein den Haushalt machen würde, so viel braucht niemand. Meine Mutter hatte vielleicht 5 Kittel, aber keine 170. Sie hatte vielleicht 10 Röcke aber keine 150. Da gibt es eine Menge zu tun, das wird wohl bis zum Ende des Winters dauern. Anprobieren was überhaupt passt. Aussortieren was in gleicher oder ähnlicher Form mehrfach da ist. Aussortieren was ich gekauft und nie angezogen habe, und vermutlich auch niemals anziehen werde.

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Ich betone ja immer dass ich gerne Mann bin und es bleiben möchte, dass Frau sein nur ein Hobby ist. Aber dieses Anhäufen von Kleidung die man nicht wirklich braucht, das passt schon gefährlich gut zum Klischee der Frau.

Der Alltag, die Erlebnisse und Gedanken eines Crossdressers, so steht es im Titel meines Blogs. Das war jetzt ein Stück aus meinem Alltag, die Erlebnisse der letzten Tage und die Gedanken wie ich das wieder in geordnete Bahnen bringe. Kleiderpakete für eBay, Altkleider, Fotos für Interessenten in Blog, Forum oder Facebook. Mal sehen was kommt.

Auf jeden Fall wünsche ich allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest. Wenn ihr auch aufräumen müsst und es vor euch herschiebt, viel Kraft, die werdet ihr brauchen.

LG Manuela

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs schöne und friedliche Weihnachten.

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Dienstkleidung

Nennt man das so, wenn die Zofe zu einer Session ins Studio Laura kommt und man Rock und Bluse anzieht? Zur Dienstkleidung gehört für mich auf jeden Fall ein Nylonkittel, und wenn ich als strenge Manuela unterwegs bin dann sind es meist schwarze und weiße Kleidungsstücke. Nein Martina, das ist jetzt weder Gedankenübertragung noch nachgemacht, die Bluse liegt schon seit langem für die nächste Session bereit, und Schluppen sind derzeit nun mal angesagt.

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Da kommt auch wieder die an anderer Stelle im Netz gestellte Frage hoch, ob der Kittel etwas mit Dominanz zu tun hat. Die Zofe sagt ja, und der Kittel gehöre bei mir dazu. Historisch betrachtet stimmt das für dieses Modell sicher nicht. Ich kenne meine Mutter im schwarzen Nylonkittel nur in der Trauerzeit, das hatte dann wenig mit Dominanz zu tun. Heutzutage sind schwarze Nylonkittel bei den Liebhabern der nostalgischen Kleidung sehr beliebt, bei mir gibt es auch mehrere Exemplare im Schrank.

Ein anderer Gedanke aus dem Leben eines Crossdressers, vor der Session geschminkt und umgezogen. Dabei dann gedacht, dass das Leben als Frau komplizierter ist. Als Mann rasiert man sich, zieht Jeans und Pullover an. Als Frau schminkt man sich, steht vor dem Schrank und kann sich nicht entscheiden was man anziehen soll. Macht sich Gedanken ob Bluse zum Rock und Rock zu den Schuhen passt. Aber das macht es für mich auch viel interessanter, man kann viel mehr ausprobieren, die Bandbreite ist viel größer.

Das sind die Dinge die sich in den bald 8 Jahren Manuela wirklich geändert haben, unrasierte Arme und Beine, ungeschminkt, das sind die „Geht-gar-nicht“. Nicht nur einfach etwas anziehen weil das Material stimmt, sondern anspruchsvoll und vlelleicht sogar etwas eitel geworden sein, an einigen Stellen etwas mehr die Gedanken einer Frau nachzuvollziehen. Klamotten im Schrank haben die man beim Kauf toll fand aber nie anzieht. Nach bald 8 Jahren ist Manuela zu einem nachhaltigen dauerhaften Hobby geworden, aber ich bin weiterhin Teilzeitfrau. Nach der langen Zeit ist wohl auch endgültig die Gewissheit da dass ich Teilzeitfrau bleibe. Wobei… es würde ein weiterer Kleiderschrank frei… ok, aber das würde nichts ändern, der wäre ganz schnell voll…

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Wochenende

Der Freitag läutet das Wochenende ein. Wenn ich es schaffe mache ich etwas früher Feierabend. Wenn ich dann noch Zeit und Lust habe gehe ich an Manuelas Schrank, suche mir etwas Anziehen aus, schminke mich, ziehe einen Kittel über und mache ein paar Dinge im Haushalt. Freitags hat sich bei uns eine Tradition entwickelt, ich koche abends, ich habe ein Rezept für einen leckeren Nudelauflauf. Das ist dann Wochenende, Freizeit, Manuela, kein 24/7 aber real. Ich wünsche allen Lesern ein schönes 2tes Adventswochenende.

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24/7

Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit BDSM verwendet, wo ein Sub seinem Dom durchgängig zur Verfügung steht, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Hin und wieder werde ich von Unbekannten Menschen im Messenger oder Chat mit der Frage angesprochen „Was hast‘ denn an?“. Hier scheint wohl der Eindruck zu entstehen dass ein TV oder Crossdresser seine Leidenschaft auch 24/7 auslebt. Da kann ich dann nur die enttäuschende Antwort geben „Jeans oder Jogginganzug“, denn die Chance mich in Frauenkleidung anzutreffen ist eher gering. Öfter als einmal pro Woche gibt es Manuela nicht, und dann nur für wenige Stunden, meistens für einen Abend. Den Rest der Zeit ist Manuela im Schrank, so drückt es meine Partnerin gerne aus.

Längere Zeit als Manuela, das kommt meistens nur einmal im Jahr vor, wenn ich mich mit ein paar Freunden (Gleichgesinnten) zum Kittel- und Schürzentreffen verabrede. Dann sind es meistens 2 oder 3 Tage, an denen ich mich tatsächlich die ganze Zeit in Frauenkleidern bewege. Wir mieten uns dafür ein Ferienhaus, jeder hat ein eigenes Zimmer, wir kochen zusammen, gehen einkaufen, machen Fotos und tauschen uns aus, da wir uns meist ein ganzes Jahr nicht gesehen haben.

Die An- und Abreise mit dem Auto mache ich mittlerweile auch als Manuela, meistens ist das Treffen im November, so dass ich nach Feierabend im Dunkeln das Haus verlassen kann ohne dass die neugierigen Nachbarn etwas mitbekommen. Irgendwie ist so eine Autofahrt ein besonderes Erlebnis, ich kann zwar nicht erklären warum, es ist eben so. Solch ein Treffen ist für mich eigentlich die einzige Gelegenheit wo sich Nagellack wirklich lohnt, für ein paar Stunden am Abend schenke ich mir das meistens.

Ein ganz spezielles Erlebnis bei den Treffen ist natürlich der gemeinsame Einkauf im Supermarkt. Da habe ich schon zwei Extreme kennen gelernt. Vor zwei Jahren, beim Edeka in einem kleineren Ort, gab es wirklich kaum jemand der sich nicht umgedreht und getuschelt hat. In diesem Jahr, wieder in einem kleineren Ort, hat überhaupt keiner Notiz von den „merkwürdigen Damen“ genommen.

Über das Thema Outdoor werde ich bei den nächsten Postings etwas genauer berichten, es gehört für einen TV oder Crossdresser zu den wirklich besonderen Erlebnissen.

Jetzt ist wieder Alltag, ohne 24/7, da trägt der männliche Part von Manuela wieder Jeans. Vielleicht ist Manuela genau deshalb ein schönes Hobby weil es nicht 24/7 ist, weil es nur ein paar Stunden sind auf die ich hin und wieder Lust habe, die dann etwas Besonderes sind. Aber dabei auch wieder Alltag, wie auf dem Foto, einfach als Frau in der Küche arbeiten.

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Aufräumen

Sicher haben die treuen Besucher meiner Seite gemerkt dass mir mein reales Leben mal wieder keine Zeit für Manuela gelassen hat. Berufliche Veränderungen und allerlei andere Dinge haben mir nur die Zeit für regelmäßige Flohmarktbesuche und hin und wieder mal ein bisschen Hausarbeit im Kittel, mehr war nicht drin.

Aber heute hatte Manuela frei und hat die Zeit genutzt um mal wieder gründlich im Schrank aufzuräumen. 5 Unterbettkommoden helfen dass man umschichten kann, manche Sachen hängen ja ewig im Schrank, nehmen Platz weg und werden nicht angezogen. Dann kommen sie eben unters Bett, vielleicht hat man ja nächstes Jahr Lust drauf.

Im Schrank sieht es mittlerweile schon viel besser aus als auf dem Foto, wenn mehrer Sachen auf einem Bügel hängen und man nichts mehr zur Seite schieben kann dann ist es eben zu voll. Was noch fehlt sind die Kittel, da muss bestimmt 2/3 ausgelagert werden, dann ist alles wieder im Lot und der Herbst kann kommen. Ein gründlicher Hausputz steht an, Fenster müssen auch geputzt werden, und viele Beutestücke aus der letzten Zeit müssen noch Modell für hoffentlich schöne Fotos stehen. Also bis dann…

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Kleidergröße 38

Manuela träge bei Röcken Größe 46, manchmal passt auch 44. Bei Jacken und Blusen muss es mindestens 48, eher 50 sein, Neulich auf dem Flohmarkt fand ich einen schönen Rock, lang, graues rascheliges Nylon, aber Größe 38. Den habe ich sofort zurückgehängt. Zuhause hing er dann über dem Stuhl, mein Schatz hatte ihn auch gesehen und trotz der Größe mal hochgehalten und abgeschätzt, ihr gutes Auge sagte ihr dass er passt. Tut er auch, ein bisschen eng beim anziehen, aber durch den Gummizug trotzdem bequem zu tragen. Wenn es ganz hochkommt ist es eine 42, aber niemals eine 38. So ist es eben mit den Größen, viele kenne das von Asia-Produkten, 3XL und trotzdem nur 42. Liebe Bekleidungsindustrie, es sollte doch nicht so schwer sein sich in dieser Sache zu einigen, das hilft uns Kunden wirklich.

Aber es gibt auch den psychologischen Effekt, einige Menschen brauchen die Zahl als Bestätigung. Männer möchten nicht in Slips Größe 4 rumlaufen („da kann ja nix drin sein“), Frauen wollen stolz auf ihre 36 oder 38 sein. Nun ja, schlimm wird es wenn man sieht dass es eine 38 ist, weil es nämlich nicht passt, aussieht wie eine Presswurst. Oder eine 48 die nun mal nicht zur Figur passt, weil es besser wäre etwas Längeres anzuziehen was weich fällt und einfach angenehmer aussieht. Aber gut, in Fragen der Mode hält sich Manuela eigentlich zurück, sie steht dazu dass sie nicht mit der Mode geht, sie zieht gern Sachen an die andere vielleicht altmodisch finden. Aber Größe und Farbe sollte schon passen.

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