Über manuela60sl

Ich bin Manuela, vor 56 Jahren als Mann geboren und habe vor gut 7 Jahren die Lust an der Verwandlung entdeckt. Entwickelt hat sich die Lust aus meinem Hauptfetisch, ich liebe alle Arten von Nylon und anderen zarten Stoffen, egal in welcher Form und Farbe. Außer in Form von Nylonjacken lässt sich dieser Fetisch als Mann nur sehr eingeschränkt ausleben, was liegt also näher als in die „andere“ Rolle zu schlüpfen und dort ungleich mehr Möglichkeiten zu haben mit den geliebten Stoffen zu experimentieren. Mittlerweile habe ich als Manuela einen größeren Kleiderschrank als in meinem realen Leben als Mann, und immer öfter ertappe ich mich in einer echten weiblichen Rolle, ratlos vor dem Schrank stehend und festzustellen dass ich nichts anzuziehen habe. Meinen Fetisch sehe ich weder als Problem, noch als abartig oder gar als Krankheit. Für mich ist es eine schöne Bereicherung meines Lebens.

Dienstkleidung

Nennt man das so, wenn die Zofe zu einer Session ins Studio Laura kommt und man Rock und Bluse anzieht? Zur Dienstkleidung gehört für mich auf jeden Fall ein Nylonkittel, und wenn ich als strenge Manuela unterwegs bin dann sind es meist schwarze und weiße Kleidungsstücke. Nein Martina, das ist jetzt weder Gedankenübertragung noch nachgemacht, die Bluse liegt schon seit langem für die nächste Session bereit, und Schluppen sind derzeit nun mal angesagt.

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Da kommt auch wieder die an anderer Stelle im Netz gestellte Frage hoch, ob der Kittel etwas mit Dominanz zu tun hat. Die Zofe sagt ja, und der Kittel gehöre bei mir dazu. Historisch betrachtet stimmt das für dieses Modell sicher nicht. Ich kenne meine Mutter im schwarzen Nylonkittel nur in der Trauerzeit, das hatte dann wenig mit Dominanz zu tun. Heutzutage sind schwarze Nylonkittel bei den Liebhabern der nostalgischen Kleidung sehr beliebt, bei mir gibt es auch mehrere Exemplare im Schrank.

Ein anderer Gedanke aus dem Leben eines Crossdressers, vor der Session geschminkt und umgezogen. Dabei dann gedacht, dass das Leben als Frau komplizierter ist. Als Mann rasiert man sich, zieht Jeans und Pullover an. Als Frau schminkt man sich, steht vor dem Schrank und kann sich nicht entscheiden was man anziehen soll. Macht sich Gedanken ob Bluse zum Rock und Rock zu den Schuhen passt. Aber das macht es für mich auch viel interessanter, man kann viel mehr ausprobieren, die Bandbreite ist viel größer.

Das sind die Dinge die sich in den bald 8 Jahren Manuela wirklich geändert haben, unrasierte Arme und Beine, ungeschminkt, das sind die „Geht-gar-nicht“. Nicht nur einfach etwas anziehen weil das Material stimmt, sondern anspruchsvoll und vlelleicht sogar etwas eitel geworden sein, an einigen Stellen etwas mehr die Gedanken einer Frau nachzuvollziehen. Klamotten im Schrank haben die man beim Kauf toll fand aber nie anzieht. Nach bald 8 Jahren ist Manuela zu einem nachhaltigen dauerhaften Hobby geworden, aber ich bin weiterhin Teilzeitfrau. Nach der langen Zeit ist wohl auch endgültig die Gewissheit da dass ich Teilzeitfrau bleibe. Wobei… es würde ein weiterer Kleiderschrank frei… ok, aber das würde nichts ändern, der wäre ganz schnell voll…

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Wochenende

Der Freitag läutet das Wochenende ein. Wenn ich es schaffe mache ich etwas früher Feierabend. Wenn ich dann noch Zeit und Lust habe gehe ich an Manuelas Schrank, suche mir etwas Anziehen aus, schminke mich, ziehe einen Kittel über und mache ein paar Dinge im Haushalt. Freitags hat sich bei uns eine Tradition entwickelt, ich koche abends, ich habe ein Rezept für einen leckeren Nudelauflauf. Das ist dann Wochenende, Freizeit, Manuela, kein 24/7 aber real. Ich wünsche allen Lesern ein schönes 2tes Adventswochenende.

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24/7

Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit BDSM verwendet, wo ein Sub seinem Dom durchgängig zur Verfügung steht, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Hin und wieder werde ich von Unbekannten Menschen im Messenger oder Chat mit der Frage angesprochen „Was hast‘ denn an?“. Hier scheint wohl der Eindruck zu entstehen dass ein TV oder Crossdresser seine Leidenschaft auch 24/7 auslebt. Da kann ich dann nur die enttäuschende Antwort geben „Jeans oder Jogginganzug“, denn die Chance mich in Frauenkleidung anzutreffen ist eher gering. Öfter als einmal pro Woche gibt es Manuela nicht, und dann nur für wenige Stunden, meistens für einen Abend. Den Rest der Zeit ist Manuela im Schrank, so drückt es meine Partnerin gerne aus.

Längere Zeit als Manuela, das kommt meistens nur einmal im Jahr vor, wenn ich mich mit ein paar Freunden (Gleichgesinnten) zum Kittel- und Schürzentreffen verabrede. Dann sind es meistens 2 oder 3 Tage, an denen ich mich tatsächlich die ganze Zeit in Frauenkleidern bewege. Wir mieten uns dafür ein Ferienhaus, jeder hat ein eigenes Zimmer, wir kochen zusammen, gehen einkaufen, machen Fotos und tauschen uns aus, da wir uns meist ein ganzes Jahr nicht gesehen haben.

Die An- und Abreise mit dem Auto mache ich mittlerweile auch als Manuela, meistens ist das Treffen im November, so dass ich nach Feierabend im Dunkeln das Haus verlassen kann ohne dass die neugierigen Nachbarn etwas mitbekommen. Irgendwie ist so eine Autofahrt ein besonderes Erlebnis, ich kann zwar nicht erklären warum, es ist eben so. Solch ein Treffen ist für mich eigentlich die einzige Gelegenheit wo sich Nagellack wirklich lohnt, für ein paar Stunden am Abend schenke ich mir das meistens.

Ein ganz spezielles Erlebnis bei den Treffen ist natürlich der gemeinsame Einkauf im Supermarkt. Da habe ich schon zwei Extreme kennen gelernt. Vor zwei Jahren, beim Edeka in einem kleineren Ort, gab es wirklich kaum jemand der sich nicht umgedreht und getuschelt hat. In diesem Jahr, wieder in einem kleineren Ort, hat überhaupt keiner Notiz von den „merkwürdigen Damen“ genommen.

Über das Thema Outdoor werde ich bei den nächsten Postings etwas genauer berichten, es gehört für einen TV oder Crossdresser zu den wirklich besonderen Erlebnissen.

Jetzt ist wieder Alltag, ohne 24/7, da trägt der männliche Part von Manuela wieder Jeans. Vielleicht ist Manuela genau deshalb ein schönes Hobby weil es nicht 24/7 ist, weil es nur ein paar Stunden sind auf die ich hin und wieder Lust habe, die dann etwas Besonderes sind. Aber dabei auch wieder Alltag, wie auf dem Foto, einfach als Frau in der Küche arbeiten.

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Aufräumen

Sicher haben die treuen Besucher meiner Seite gemerkt dass mir mein reales Leben mal wieder keine Zeit für Manuela gelassen hat. Berufliche Veränderungen und allerlei andere Dinge haben mir nur die Zeit für regelmäßige Flohmarktbesuche und hin und wieder mal ein bisschen Hausarbeit im Kittel, mehr war nicht drin.

Aber heute hatte Manuela frei und hat die Zeit genutzt um mal wieder gründlich im Schrank aufzuräumen. 5 Unterbettkommoden helfen dass man umschichten kann, manche Sachen hängen ja ewig im Schrank, nehmen Platz weg und werden nicht angezogen. Dann kommen sie eben unters Bett, vielleicht hat man ja nächstes Jahr Lust drauf.

Im Schrank sieht es mittlerweile schon viel besser aus als auf dem Foto, wenn mehrer Sachen auf einem Bügel hängen und man nichts mehr zur Seite schieben kann dann ist es eben zu voll. Was noch fehlt sind die Kittel, da muss bestimmt 2/3 ausgelagert werden, dann ist alles wieder im Lot und der Herbst kann kommen. Ein gründlicher Hausputz steht an, Fenster müssen auch geputzt werden, und viele Beutestücke aus der letzten Zeit müssen noch Modell für hoffentlich schöne Fotos stehen. Also bis dann…

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Kleidergröße 38

Manuela träge bei Röcken Größe 46, manchmal passt auch 44. Bei Jacken und Blusen muss es mindestens 48, eher 50 sein, Neulich auf dem Flohmarkt fand ich einen schönen Rock, lang, graues rascheliges Nylon, aber Größe 38. Den habe ich sofort zurückgehängt. Zuhause hing er dann über dem Stuhl, mein Schatz hatte ihn auch gesehen und trotz der Größe mal hochgehalten und abgeschätzt, ihr gutes Auge sagte ihr dass er passt. Tut er auch, ein bisschen eng beim anziehen, aber durch den Gummizug trotzdem bequem zu tragen. Wenn es ganz hochkommt ist es eine 42, aber niemals eine 38. So ist es eben mit den Größen, viele kenne das von Asia-Produkten, 3XL und trotzdem nur 42. Liebe Bekleidungsindustrie, es sollte doch nicht so schwer sein sich in dieser Sache zu einigen, das hilft uns Kunden wirklich.

Aber es gibt auch den psychologischen Effekt, einige Menschen brauchen die Zahl als Bestätigung. Männer möchten nicht in Slips Größe 4 rumlaufen („da kann ja nix drin sein“), Frauen wollen stolz auf ihre 36 oder 38 sein. Nun ja, schlimm wird es wenn man sieht dass es eine 38 ist, weil es nämlich nicht passt, aussieht wie eine Presswurst. Oder eine 48 die nun mal nicht zur Figur passt, weil es besser wäre etwas Längeres anzuziehen was weich fällt und einfach angenehmer aussieht. Aber gut, in Fragen der Mode hält sich Manuela eigentlich zurück, sie steht dazu dass sie nicht mit der Mode geht, sie zieht gern Sachen an die andere vielleicht altmodisch finden. Aber Größe und Farbe sollte schon passen.

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Doppelte Freude

Dieses Wochenende hatte (bezogen auf mein Crossdresser-Dasein) zwei Highlights:

Beim Eurovision Song Contest hat Conchita Wurst gewonnen. Ich verstehe nichts von Musik, ihr Bart ist nicht mein Geschmack, aber die Tatsache dass eine Transe sich getraut und auch noch gewonnen hat, das ist doch toll. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität, es macht Hoffnung dass Transvestitismus irgendwann nicht mehr mit Vorurteilen und Ablehnung begegnet wird. Einige Reaktionen zeigen aber dass es noch ein weiter Weg ist. Neben den besonders extremen Reaktionen fand ich den Kommentar eines Lesers bei Spiegel-Online bemerkenswert. Er schrieb dass die Toleranz sich auf weit entfernte Personen bezieht, sobald jemand im nahen Umfeld sich outen würde, wäre es schnell vorbei mit der Toleranz, Das ist wohl wahr.

Das zweite Highlight war der Flohmarkt. An zwei Tagen, Samstag komplett ins Wasser gefallen, Sonntag wegen Wind und Regen extrem wenig los. Aber an einem Stand fand ich eine weiße Bluse, echt nostalgisch aus 100% Nylon, der richtig alte Stoff aus den 60er Jahren. Viele Flecken, aber egal, vielleicht als Andenken an die gute alte Zeit. Preis war super, also gekauft. Mein Schatz hat sie sofort mit Chlorreiniger behandelt, Flecken sind super rausgegangen, sieht fast aus wie neu. Optisch hätte ich nie gedacht dass sie passt, damals waren die Größen ja teilweise weit von den heutigen entfernt. Aber völlig überraschen passt sie optimal, ist sehr kurz aber das war damals öfter so. Also gibt es bald neue Bilder.

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