Kleidergröße 38

Manuela träge bei Röcken Größe 46, manchmal passt auch 44. Bei Jacken und Blusen muss es mindestens 48, eher 50 sein, Neulich auf dem Flohmarkt fand ich einen schönen Rock, lang, graues rascheliges Nylon, aber Größe 38. Den habe ich sofort zurückgehängt. Zuhause hing er dann über dem Stuhl, mein Schatz hatte ihn auch gesehen und trotz der Größe mal hochgehalten und abgeschätzt, ihr gutes Auge sagte ihr dass er passt. Tut er auch, ein bisschen eng beim anziehen, aber durch den Gummizug trotzdem bequem zu tragen. Wenn es ganz hochkommt ist es eine 42, aber niemals eine 38. So ist es eben mit den Größen, viele kenne das von Asia-Produkten, 3XL und trotzdem nur 42. Liebe Bekleidungsindustrie, es sollte doch nicht so schwer sein sich in dieser Sache zu einigen, das hilft uns Kunden wirklich.

Aber es gibt auch den psychologischen Effekt, einige Menschen brauchen die Zahl als Bestätigung. Männer möchten nicht in Slips Größe 4 rumlaufen (“da kann ja nix drin sein”), Frauen wollen stolz auf ihre 36 oder 38 sein. Nun ja, schlimm wird es wenn man sieht dass es eine 38 ist, weil es nämlich nicht passt, aussieht wie eine Presswurst. Oder eine 48 die nun mal nicht zur Figur passt, weil es besser wäre etwas Längeres anzuziehen was weich fällt und einfach angenehmer aussieht. Aber gut, in Fragen der Mode hält sich Manuela eigentlich zurück, sie steht dazu dass sie nicht mit der Mode geht, sie zieht gern Sachen an die andere vielleicht altmodisch finden. Aber Größe und Farbe sollte schon passen.

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Doppelte Freude

Dieses Wochenende hatte (bezogen auf mein Crossdresser-Dasein) zwei Highlights:

Beim Eurovision Song Contest hat Conchita Wurst gewonnen. Ich verstehe nichts von Musik, ihr Bart ist nicht mein Geschmack, aber die Tatsache dass eine Transe sich getraut und auch noch gewonnen hat, das ist doch toll. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität, es macht Hoffnung dass Transvestitismus irgendwann nicht mehr mit Vorurteilen und Ablehnung begegnet wird. Einige Reaktionen zeigen aber dass es noch ein weiter Weg ist. Neben den besonders extremen Reaktionen fand ich den Kommentar eines Lesers bei Spiegel-Online bemerkenswert. Er schrieb dass die Toleranz sich auf weit entfernte Personen bezieht, sobald jemand im nahen Umfeld sich outen würde, wäre es schnell vorbei mit der Toleranz, Das ist wohl wahr.

Das zweite Highlight war der Flohmarkt. An zwei Tagen, Samstag komplett ins Wasser gefallen, Sonntag wegen Wind und Regen extrem wenig los. Aber an einem Stand fand ich eine weiße Bluse, echt nostalgisch aus 100% Nylon, der richtig alte Stoff aus den 60er Jahren. Viele Flecken, aber egal, vielleicht als Andenken an die gute alte Zeit. Preis war super, also gekauft. Mein Schatz hat sie sofort mit Chlorreiniger behandelt, Flecken sind super rausgegangen, sieht fast aus wie neu. Optisch hätte ich nie gedacht dass sie passt, damals waren die Größen ja teilweise weit von den heutigen entfernt. Aber völlig überraschen passt sie optimal, ist sehr kurz aber das war damals öfter so. Also gibt es bald neue Bilder.

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Tropfnass aufhängen

Wir Kinder der 60er und 70er Jahre erinnern uns, bei Hemden und Kitteln aus Nylon stand das auf dem Etikett. Da gab es in so manchem Badezimmer über der Wanne eine ausziehbare Wäscheleine, da wurden Hemden und Kittel tropfnass aufgehangen. Ich fand das damals als Kind schon faszinierend, im Gegensatz zu vielen anderen Crossdressern hatte ich aber noch keine Lust auf Frauenkleider. Aber angefasst habe ich die Sachen immer schon gern. Als ich kürzlich mal wieder bei eBay nach Kitteln gesucht habe wurde ich auf einen weißen Nylonkittel aufmerksam der mich sofort an meine Kindheit erinnert hat. Meine Mutter hatte einen sehr ähnlichen, mit Muster an Kragen und Taschen. Als er heute mit der Post kam habe ich ihn in einen Eimer mit Oxy-Action gesteckt weil er etwas vergilbt war. Danach ausgewaschen und tropfnass aufgehängt. Alte Zeiten, geboren in den Sechzigern.

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Interview

Eine Mail mit dem Betreff “Interviewanfrage” läuft Gefahr im Spam-Ordner zu verschwinden, zumindest wenn man nicht Dschungelkönigin oder Schlagersternchen ist.

Aber die Anfrage war sehr nett und sehr ernst gemeint, Simone Harland wollte ein Interview zum Thema Crossdressing veröffentlichen. Ich hatte vor einem Jahr auf ihrer Seite einen Bericht zum Thema Kittelschürze kommentiert, daran hat sie sich wohl erinnert. Der Entschluss an dem Interview teilzunehmen war schnell gefasst, was gibt es Schöneres als dass sich jemand von außerhalb der Szene dieses Themas annimmt und helfen möchte dass die Welt ein bisschen mehr über unsere Gedankenwelt erfährt? Nachdem ich ein knappes Dutzend Fragen zugeschickt bekam musste ich erst mal mächtig in mich gehen, auf viele banale Fragen findet man spontan überhaupt keine Antwort, was bedeutet Crossdressing für mich persönlich?

Aber die Mühe habe ich mir natürlich gemacht, ich habe versucht den Lesern zu zeigen dass Crossdressing ein ganz normales und sehr schönes Hobby sein kann. Natürlich geht es im Interview nicht nur um die positiven Seiten, es geht auch um Probleme in der Partnerschaft und die Ablehnung durch die Gesellschaft.

Simone Harland ist freiberufliche Autorin und Redakteurin, sie hat eine Homepage mit Blog und seit kurzer Zeit eine neue Seite mit dem Titel Geboren in den Sechzigern. Sie ist bei Facebook, Twitter und google aktiv.

Zum Interview…

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Knöpfe

Ich habe vor einer Weile einen schwarzen Kittel bei eBay ersteigert. Nicht dass ich schon genug schwarze Nylonkittel hätte, aber irgendwo sprach er mich an. Ich kann mich nicht mehr an die Beschreibung erinnern, vielleicht stand da was über Mängel, egal, teuer war er nicht. Im Prinzip war er bis auf eine ausgefranste Naht in Ordnung, die habe ich repariert. Aber der Hammer waren die Knöpfe. Einer fehlte, die anderen vier waren alle unterschiedlich, siehe Foto linke Reihe. Angenäht waren sie unbeschreiblich schlecht, teilweise mit farblich unpassendem Garn. Ich habe mir bei eBay neue Knöpfe bestellt, da gibt es einen günstigen Händler in Österreich, 10 Stück für 1,70€ + 1,20€ Versand, für das Geld kriegt man sie in keinem Geschäft. Gestern abend war dann Nähstunde, die ausgefranste Naht repariert und 5 Knöpfe neu angenäht. Jetzt sieht er wieder sehr gut aus, wartet auf den ersten Einsatz. Fotos wird es sicher auch mal geben. Ach so, das Material, sehr feines rascheliges Nylon. Das ist ja bei Internetbestellungen immer der Überraschungseffekt, kann man ja auch nicht allgemeinverständlich beschreiben.

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Bildergalerien

Mittlerweile schon fast eine Tradition, in diesem Jahr jede Woche eine Bildergalerie, das kann natürlich nicht so weitergehen, als Freizeit-Crossdresser hat Manuela nicht so viel Zeit um jede Woche neue Bilder zu machen. Aber heute gibt es nochmal eine große Serie, im schönen bunten Original-Dederonkittel beim putzen im Badezimmer.

Manuela-Badreinigung-B03-033Link zur Bildergalerie

Kittelanprobe

Eine Bildergalerie in der ich insgesamt 17 verschiedene Nylon- und Dederonkittel anprobiere, auf der Suche nach dem Lieblingskittel. Aber den gibt es nicht, ich hänge an jedem einzelnen Stück, mal gefällt mir der eine mehr, mal der andere.

Manuela-Kittelanprobe-B01-016qLink zur Bildergalerie

BB Cream

Heute mal ein völlig anderes Thema. Bei Manuela steht die Kleidung im Vordergrund, Make-up ist für mich nicht so wichtig. Aber völlig ungeschminkt sieht auch doof aus, auch wenn man sich sorgfältig rasiert sieht die Haut nicht besonders gut aus. Eine Alternative hat mir meine Partnerin geschenkt, BB Cream lässt die Haut ohne viel Aufwand frisch und gepflegt aussehen, einfach dünn auftragen und fertig. Wenn es aus der Tube kommt sieht es aus wie Mich, aber wenn man es abends mit einem Tuch abwischt ist es farbig wie ein normales Make-up. Die Abdeckkraft ist geringer als bei Make-up, aber leichte Unreinheiten und rote Flecken überdeckt es ganz gut. Was die Werbung noch so alles verspricht lasse ich mal Weg, Wunder aus der Tube gibt es ohnehin nicht. Kritiker gibt es auch, die lieben Inhaltsstoffe. Aber was auf dieser Welt ist schon frei von Kritik?

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Bügeln

Geht es eigentlich mehr um bügeln oder um Nylonkittel? Na ja, eher eine rhetorische Frage. Auch wenn ich recht gerne bügel, der Kittel ist und bleibt wichtig. In dieser Bilderserie sind ein paar echte Schätze zu sehen, einmal Rückenschluss und einmal ein ganz besonderes Muster.

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Badreinigung

So heißt meine aktuelle Bildergalerie, viele Fotos mit denen ich eine Reinigungsaktion dokumentiert habe. Nach der morgentlichen Dusche nehme ich nur den Gummiabzieher und gehe damit über die Glaswände der Dusche, sonst sehen die nach einer Woche gruselig aus. Wenn dann nach ein paar Wochen die Grundreinigung fällig ist wird natürlich der Kittel aus dem Schrank geholt, da ist dann schon einiges zu tun. Spiegel, Ablage, Waschbecken, Wanne, Fenster. Ich glaube da muss ich mal versuchen ein Video aufzunehmen, da würden dann die Erinnerungen hochkommen, mich hat es früher immer fasziniert wenn meine Mutter im Haushalt aktiv war und sich bei jeder Bewegung ein tolles Faltenspiel am Nylonkittel zeigte, das kann man nicht beschreiben und auch niemanden erklären, außer natürlich den anderen Nylonfans, die verstehen das.

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